Videolog | Transition Videos auf dem Weg zur Frau

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Transition von Mann zu Frau |

Hier gibts alle Videos, die meine Reise zu Verena dokumentieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir dazu auf YouTube Kommentare, Anregungen, Kritik, eigene Erfahrungen geben könnt. Und wenn´s Euch gefallen hat auch über einen “Like”. Dankeschön!

 

Video 1 – Im 6. Monat HET | Being a Trans*Artist

Der Beginn meiner Transition-Videos. Viele meiner Begleiterinnen fangen gleich im ersten Monat oder schon davor an. Ich hatte das auch vor und auch gemacht. Nur konnte ich mich noch nicht aufraffen, die Videos zu bearbeiten. Das erste Video habe ich im August 2017 gemacht. Es ist eine Zusammenfassung der Erlebnisse, meiner Gedanken, die ich vor und nach Beginn der Transition von Mann zu Frau bewegt haben. Ich suche mich und meine manchmal unscharfen Gründe zu verstehen. In der zweiten Hälfte des Jahres 2017 habe ich keine regelmäßige Arbeit mehr und beschäftige mich allein mit mir selbst und meinem Ich. Dieses mysteriöse Ich, das sich selbst gelähmt hat. In den nächsten Monaten kehre ich zurück in Gedanken an das verängstigte Kind und versuche zu diesem Wesen zu sprechen. Manchmal spüre ich den Bruch zu meinem frühen und zu meinem späten Ich, zu dem grausamen Ich, das sich selbst auslöschen wollte.

Kunst als Flucht als Abstraktion des Lebens

Im Video erkläre ich auf Englisch, wie ich also mein Leben als Trans-Person gesehen habe, die sich noch nicht akzeptiert hat, die alles tat um sich abzulenken. Ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist die Kunst. Woher sie kommt, weiß ich so wenig wie ich weiß woher es kommt, dass ich eine Frau mit männlichen Geschlechtsteilen bin. Ich erforsche meinen Weg zur Kunst und später meine Abkehr, da sie mich zu sehr an meine Seele erinnerte. Das Bewusstsein arbeitet selbst, wenn wir nicht willentlich daran denken. Die letzten Jahre als Mann, beginne ich wieder Mensch zu sein.

Das Auge ist für mich die zentrale Verbindung von Außenwelt und meinem Inneren. Die Muskeln der Iris sind wie ein Fingerabdruck bei jedem Menschen einzigartig. Beim Malen von Iris 1 und 2 spüre ich den Schmerz und die Freude ganz nach an mir selbst, am Tor, an der visuellen Öffnung, die für Transfrauen so bedeutsam ist.

Painting Acrylics Human Iris
Iris 1 – Der Zugang (Juli 2017)

 

Painting Acrylics Human Iris
Iris 1 – Der Zugang (Oktober 2017)

human iris, eye in acrylics, 70x100cm

Iris I – Der Zugang (Februar 2018) – immer wieder komme ich zu dem Bild zurück, es hat auf mich heilende Kräfte. Bald wird es in eine Austellung kommen, entweder am 13.April 2018 in das Grisou (Crêperie am Griesplatz, Graz) oder Anfang März 2018 in der Freien Galerie Graz

Das Leiden wieder spüren

Heute sehe ich wie sehr der Mann gelitten hat, und wie er sich selbst, ohne dass er es wusste geholfen hat. Besonders die Vorbereitung auf die Transition, lange vor der bewussten Akzeptanz, ist für mich mystisch. Ich erzähle von meinen inneren Bildern, die nach außen wandern. Als Höhepunkt des ersten wichtigen Videos beschreibe ich die Endphase von Andreas und den Übergang zu Verena. Die Geburt war tragisch. Ohne Vorwarnung kam sie und überholte mich. Ich war am Ende und musste neu aufstehen. Aber erst kam eine der schwersten Prüfungen für Verena, die noch Andreas war.

 

 

November 2017 | Transition Video Mann zu Frau – ein Update im 9. Monat HET

Der 9. Monat in meiner Hormonersatztherapie. Es ist Spätherbst und noch drei Monate bis zur Vollendung des ersten Jahres in dem ich endlich ich selbst geworden bin. Eine spannende Zeit voller schöner aber auch schwieriger und trauriger Erlebnisse. Während im 6. Monat die Stimmungsschwankungen und Depressionen sehr stark zunahmen, fand ich wieder neue Wege im Oktober und November. Immer noch wohne ich in einer bayerisch-schwäbischen Stadt im Westen Bayerns.

Unstet ist mein Herz

Ich male, ich schlafe viel und führe ein fast ruhiges Leben, das von Briefe schreiben an Behörden, Fahrten nach Graz und zu Gutachtern unterbrochen ist. Alle vier Wochen – Androcur ist so teuer, dass ich das nur über meine Hausärztin besorgen kann. Dann setze ich mich in Züge der Deutschen Bahn und in den Flixbus, um in den Süden nach Graz zu fahren. Außerdem nutze ich den Aufenthalt in Graz auch immer um meinen Berater von der Courage zu besuchen. Mitte Oktober fahre ich nach Wien und treffe meinen Operateur Herrn Dr. Schrögendorfer. Ein absurdes Gespräch beim Gutachter für meine Vornamens- und Personenstandsänderung hat mich stutzig und wütend gemacht.

Psychatrie und Katze

Mitte November fahre ich wieder auf die Psychatrie in Graz um das letzte psychatrische Gutachten zu holen, das ich dann zu Herrn Schrögendorfer bringe. Bei allem unterstützen mich meine Freunde in Graz und in Bayern. Ich besuche sogar eine Freundin mit der ich 7 Jahre in einer Beziehung gelebt habe – etwas bizarr, als wir beide von einem Typen angemacht wurden in unserer Lieblingsbar in Freiburg. Bin ich daheim, einem Heim, das ich in drei Tage wieder verlassen werde, finde ich Trost bei meiner Katze. Sie besucht mich, wenn ich Abends an meiner Staffelei male oder am PC am Blog schreibe.

09 Monate als Verena  und ihre Transition von Mann zu Frau

Ich führe kein normales Leben. Aber das habe ich noch nie. Das Jahr 2017 geht langsam zu Ende, das Jahr meiner Befreiung. Der Zusammenbruch im Oktober 2016, war wie ein Aufwachen aus einem schlechten Traum, in dem ich ein Leben gelebt habe, das immer mehr in den Abgrund und von mir fort führte. Viele Jahre verbrachte ich in einer Art Maskerade, die von Innen aufbrach. Im Video beschließe ich das Jahr vorerst mit einem Lächeln. Ich bin zutiefst dankbar für das was in den letzten 12 Monaten in meinem Leben passiert ist. Das Video zeigt mich in einem Zustand, den ich mir immer erträumt habe. Jahre der Verzweiflung endeten im November 2017.

 

11 Monate Hormonersatztherapie…

…eine lange Reise beginnt…

Nach zwei Monaten (Video zum 9. Monat) folgt mal wieder was Neues aus meiner Kammer, aus meinem Leben. Diesmal ein kleiner Rückblick auf die schönen Dinge, die man sich als Dame kaufen kann. Auf die ich so lange gewartet habe.

Machen wir doch eine Hormonersatztherapie (HET)! 335 Tage sind seit der ersten Einnahme der Antiandrogene und Östrogene vergangen…Einblicke in meinen Weg von der Einsicht, doch nur als Frau überleben zu können. Vom Berg über dem Meer beginnt die Reise in ein anderes Leben, das ich nur in der Phantasie gelebt habe, im Versteckten und in der großen Angst – ertappt zu werden. Unterwegs verfällt die Schale, die Haut von ihm und wird langsam zu Verena. Er hat ihr helfen müssen, ihr Kraft gegeben. Das war seine letzte Aufgabe, die er nur für Sie auf sich genommen hat. Denn von allem was er gelebt hat, war nur noch eine Maske übrig, die in der spanischen Sonne in den Tagen der Entscheidung, die Strahlen aufnahm. Mit dem Blick über dem Meer bat ich ihn um Verzeihung, dass ich ihn so lange benutzt hatte, bis er doch in sich zusammengesunken ist.

 

Videoupdate zum 16. Monat Hormontherapie

Die Zeit ist rasch vorangeschritten. Während ich in den ersten Monaten der Hormonersatztherapie noch jeden Tag, jede Woche und v.a. jeden Monat gezählt habe, vergeht ein neuer Monat (immer am 17. jeden Monats) ohne, dass ich daran denke “ach schon wieder ein Hormongeburtstag”. So schnell also geht das. Bald bin ich 1.5 Jahre Frau. Bald 2 Jahre usw. So ist das also. Im Video bespreche ich ein paar Dinge, die mir am wichtigsten erscheinen. V.a. die diskriminierende Haltung eines Verkehrsbetriebes über einen wochenlangen Schriftverkehr hinweg hat mich im Januar und Februar sehr genervt. Aber dann bekam ich bald meinen neuen Ausweis, und die Probleme mit der Identität haben sich schnell verflüchtigt. Jetzt beschäftigt mich das männliche Geschlecht. Meist in nicht so guter Art, weil dumme Anmachen und teilweise belästigendes Verhalten immer wieder passieren. Aber dazu mehr im Video und im Beitrag (LINK zum Beitrag).

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