Zwei Tage / Weiterleben | Gedichte

Zwei Tage…

…danach öffnete sich eine Türe.

Das war über dem Meer, im Raum zwischen Horizont und Wasserfläche. Die Oktobersonne blendete, das Wasser spielte unter den Klippen gegen die Felsen, immer wieder von neuem. In einer seltsamen Eintönigkeit entstand eine große Ruhe. Zwei Tage nach dem Fall, lag sie auf einem Berg, hoch über dem Wasser. Während all den Jahren stand dieser Fels starr und wachend und empfing sie aus einer tiefen Not heraus, wie ein Signal aus vergangenen Tagen. Sein graues Gestein, ein Turm unter einer weißen Sonne, sollte ein Ort ihrer inneren Heimat werden. Es war ihre Rückkehr und der Ausgangspunkt für einen neuen Anfang.

Zwei

In dir,
was fehlt bringe ich,
was heilt,
teile ich.

Aus der Kälte weißer Wälder,
fand ich meinen Weg.

In weichem Sonnenglanz,
fand ich,
deine Hand.

Fand darin eine Geste,
und dergleichen.

Ich sehe wie die Jahre kommen,
und meine Angst wächst.

Zwar gabst du mir deine Hand,
lag in meiner,
aber dennoch,
dennoch gibt es nichts
was deiner Hand noch gleicht.

Sie ist mit dir fortgegangen.

Hinter dem verschwommenen Glas,
sehe ich deine Gestalt.

Aus den verschneiten Wäldern,
kam ich nach einer langen Reise.

Mein Abend warst du, mein Morgen,
ich konnte dir es nicht erklären,
denn ich musste Reisen,
über viele Wege,
damit ich dich sehen konnte.

Jetzt verschwinde ich,
für einen Moment.

Bald sehen wir uns wieder.

Tage kamen und gingen,
fand dich aufgelöst in mir.

Immer wieder,
von Neuem.

Ich verstehe dich als ein Wesen, eine Flamme, die
mein Leben erleuchtete, und nun nicht mehr
vorhanden ist.

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