Kleidung für Transgender

Zeige dich selbstbewusst! Mit der passenden Kleidung ist das kein Problem.

Ja die passende Kleidung für alle Typen, das geht wirklich! Schaut euch einmal um, wie viele unterschiedliche Frauen es gibt, groß, klein, breit, große Hände, breite Schultern. Von all den sog. ‚Problemfiguren‘, die ja eigentlich keine sind, sondern von uns dazu gemacht werden – aber so funktioniert eben ’sehen und gesehen werden‘, ist ein Frauentypus sehr interessant für mein Experiment: der Y-Typ. Ja den gibt es vorherrschend bei uns Transfrauen. Aber dank der Großzügigkeit der genetischen Auslese auch bei Cis-Frauen. In diesem Artikel zeige ich ein paar über die Jahre gelernte Dinge, welche Fashion für uns vorteilhaft ist.

Shoppen völlig ahnungslos

Am Anfang meiner Transition, habe ich mir wahllos Klamotten eingekauft. Ich habe mich kaum informiert und bin einfach einkaufen gegangen. Was auch sehr spannend und teilweise sehr aufregend war, denn ich war meist nervös.

Das nervige Gefühl ertappt zu werden, das ich mir in all den Jahren des Versteckens angewöhnt hatte, war sehr präsent und begleitete mich auf allen ersten Shopping-Touren.

Das ist natürlich abhängig von der Geisteshaltung und Persönlichkeit. Ich kenne Transfrauen, denen ist es völlig egal, was andere denken, oder wie andere schauen. Sie beziehen nicht alles auf sich selbst, so wie ich das häufig tue. Viele haben auch nicht diesen Drang ‚perfekt‘ sein zu wollen.

In einem früheren Beitrag habe ich schon meinem Magic Moment geschrieben und wie ich die Angst vor dem Einkauf langsam besiegt habe. Ich erinnere mich an die Blitze, die ich in meinen Gedanken mit in jedes Bekleidungsgeschäft mitgebracht habe, oder auch in die Drogriemärkte.

Die Figur

Dieser Artikel mit Shopping-Vorschlägen, die ich im Netz recherchiert habe, sollen zeigen, dass bestimmte Schnitte, Stoffe und Farben gewisse Problemzonen kaschieren können.

Wir Transfrauen, haben meistens, in den allermeisten Fällen eine typische Y-Figur, wie XY-Frauen es eben haben, wenn sie als Mann auf die Welt gekommen sind.

Die Figur und Erscheinung einer Person wird stark durch die Relation von Schulterbreite-, Taille und Hüftbreite gesteuert. So kommt es zur Wahrnehmung der typischen weiblichen bzw. männlichen Figur.

Am wichtigsten scheint mir aber die Relation der drei Partien zu sein. Bei der typischen Frau weicht die Breite der Schultern weniger stark von der Hüfte ab. Eine enge Taille dazu und die Sanduhrfigur entsteht.

Manche Transfrau, lässt sich sogar die letzte Rippe entfernen, nur um das Verhältnis ein wenig von Taille zu Hüfte aufzubessern. Andere wiederum tragen beständig ein Korsett und schnüren sich ein. Das soll auf Dauer den Körper an der Taille verengen.

Ich selbst möchte so wenig wie möglich unter meiner Transition leiden. Deshalb versuche ich eher zu kaschieren als in den Körperbau einzugreifen. Abgesehen davon, wäre eine Operation zu teuer und unnötig für mein Wohlbefinden.

Kaschieren aber wie?

Doch was ist jetzt die Lösung für unser Problem?

Modeberater raten zu einer Ablenkung vom Problem und jede Fokussierung darauf sollte unbedingt vermieden werden. Ist irgendwie verständlich. Wenn ich schon breite Schultern habe, brauche ich keine Schulterpölsterchen, auch wenn die Dinger vielleicht gerade wieder „in“ sind.

Sicher es steht jeder von uns völlig frei, was sie tragen möchte. Wem das Passing egal ist, vor der verneige ich mich. Passing war für mich immer sehr wichtig. Also gibt es für mich keine Schulterpölsterchen, auch keine dicken Stoffe, oder Nähte in dieser Problemzone.

Was haben wir noch im Angebot? Ach ja, die dicken Oberarme. Meine waren sehr kräftig, v.a. am Anfang. Auf so manchem Foto trage ich ahnungslos ein zartes Top mit Rundhals und sehr knappem Schnitt. Heute denke ich: auweh. Kletterarme mit zartem Top sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus. Ein ‚bad encounter‘ im Park wäre vorprogrammiert. Damit meine ich: Schläge. Und das ist kein Spass!

Röcke mit Glockenform

Nach unten hin ausgestellte Röcke kaschieren wohl am besten eine schmale Hüfte und rücken das Schulter-Hüft-Verhältnis in die vorteilhafte Richtung. Dazu ein engeres Oberteil und vielleicht eine auffallende Strumpfhose. Das lenkt den Blick etwas ab.

Ich persönlich bin ein großer Fan dieser Rockart. Mein Lieblingsrock ist darunter: schwarz, knielang, zweilagig. Der obere Stoffteil ist aus Tüll und damit leicht durchsichtig. Darunter verbirgt sich ein undurchsichtiger Teil, der den Rock blickdicht macht. 

Hier ein paar Beispiele für hübsche, knielange und ausgestellte Röcke, die deine Y-Figur etwas mehr in Richtung X-Figur bringen.

Beispiele

Skaterrock

Fast 900 Bewertungen (09.01.2018) mit knapp 5 Sternen bewertet (4,3) ist der Urbancoco ein sportlicher Rock aus dehnbarem Material für den Alltag. Den Rock gibt es um die 15 Euro in zwei verschiedenen Längen, wobei die meisten den längeren Rock bevorzugen (Kurze Größe hat eine Länge von 40 cm in M; Lange Länge hat eine Länge von 54 cm in M). Außerdem gibt des das Teil in vielen Farben, von knallbunt bis schwarz.

 

 

Vero Moda Damen Rock