Transgender in der Öffentlichkeit

Hier habe ich einige Videos verlinkt, die die Welt von Trans* – Menschen, Nicht-Trans*-Menschen näher bringt. Hoffe das Verständnis wächst dadurch.

Was denken die Menschen auf der Straße über Transgender?

Leider finden sich unglaublich viele falsche Vorstellungen…aber lasst euch nicht durcheinander bringen. Gerade am Anfang meiner Transition habe ich mir öfters solche Videos angesehen. Heute wo ich fast wie eine Biofrau lebe (GaOp hatte ich leider noch nicht) merke ich eben nichts mehr von Angriffen, von dummen Kommentaren.

Aber am Anfang hat mich das Video schon etwas schockiert. Gäbe es diese grobe Unwissenheit immer noch, wenn wir längst das Thema LGBTI (LesbianGayBisexualTransgenderIntersexuell) in unseren Schulen als fächerübergreifendes Unterrichtsfach hätten? Seit Anfang 2019 ist das in Schottland Pflicht. An allen schottischen Schulen wird das Thema LGBTI gelehrt. Hier zum Beitrag – Schottland nimmt Thema LGBTI in den Lehrplan auf.

 

Psychiater, Psychotherapeut gibt Auskunft

 
 Veröffentlicht am 23.03.2014

Interview mit dem Psychiater Dr. Szukaj aus Münster über seine Arbeit mit transsexuellen Menschen.
Dieses Interview war Teil der Recherche zu dem Theaterprojekt „Trans* – eine Identitätserweiterung“. Premiere am 25.05.2014 im THEATER MÜNSTER.
Mehr Infos zum Theaterstück: VonSeckenDorff- Transblog & Theater Münster
Video: Videovita (Videolink)

 

Transgender Bandleader Laura Jane Grace

…hat eine sehr schöne Serie gemacht: ‚True Trans‘. Sie ist Sängerin und Musikerin der Band ‚Against Me‘.
Ein Jahr vor meiner Transition habe ich von ihr zum ersten Mal von einem Freund – ebenfalls Musiker – erfahren, dass Laura (vorher Tom Gabel) die Transition gemacht hat und jetzt als Frau lebt.
Immer wenn diese Thema: Transition in einem netten Gespräch unter Freunden angesprochen wurde, dachte ich ‚Oh shit, wieder eine die das macht!‘. Zu mir selbst sagte ich dann später, dass ich ebenfalls das gleiche machen sollte. Ich spürte einen Stachel, eine Art Neid und wieder die Furcht, dass mir die Zeit davon lief.
2015 war ich schon 33. Erste graue Haare im Bart zeigten sich.
Ein Jahr später aber war es dann auch für mich soweit. Ich brauchte die große Katastrophe und tat es Laura gleich. Sie war mir im Herbst 2016 immer noch ein Begriff und so suchte ich sie auf YouTube.
Die zehnteilige Serie beleuchtet ihr Leben als Junge in einer feindlichen Welt, beschreibt ihre Flucht in die Musik und ihr Leben als Ehemann und Vater. Es kommt ihre Mutter zu Wort sowie viele ihrer Freunde. Aber sie besucht auch andere Transgender-Menschen, die zu Wort kommen. Manche von ihnen stehen vor der hormonellen Transition, mitten drin oder haben sie bereits abgeschlossen und leben glücklich als Frau oder Mann.
Ich kenne alle Folgen auswendig. Gerade in den ersten Monaten vor der hormonellen Transition gaben mir die Worte und Bilder ein gutes Gefühl und Zuversicht. Ich fühlte mich nicht mehr so allein. Eine große Empfehlung von Verena an euch, sich diese Serien anzusehen (Dauer pro Folge ca. 10 Minuten).

 

Mein erstes Vorbild: Katherine W.

Und wer hat mich vollständig überzeugt die Transition zu machen? Hier ist sie! Das war das Video was ich im Dezember 2016 gesehen habe nach ihrer Transition-Timeline. Ich dachte wow, so ähnlich wie sie fühle ich mich, die Frisur, das Makeup, ihre Art, ich mochte sie von Anfang an. Nachdem ich das Video gesehen hatte entschied ich mich für die Transition, ich hatte mein erstes Vorbild. Und heute noch steht sie auf Platz eins für mich.
Als ich sie im 11. Monat der hormonellen Transition gesehen habe (Hormongeburtstag), da wusste ich, das schaffe ich auch und ich will es, ich will endlich so sein wie sie, hübsch geschminkt mit langen Haaren, ganz Frau sein. Ihre Transition Timeline zeigte mir auch Fotos als sie noch ein Mann war. Später auf dem Weg zur Frau beginnt sie auf den Fotos immer mehr zu lächeln.
Ich sah ihr Lächeln als das meine und meine Zuversicht und der Drang es ihr gleich zu tun steigerte sich ins Unermeßliche. Da war nur diese Zeit im Weg, die Wartezeit auf die vielen Gutachten und Untersuchungen bevor es losgehen konnte.
Um mir die Zeit zu verkürzen sah ich ihre Videos fast täglich.
Heute nach fast zwei Jahren hormoneller Transition, sitze ich auch hinter der Webcam und mache Videos, als Frau. Ich tat es ihr gleich, ich bin jetzt glücklich und weiß nicht mehr was ich vorher war, kann mir nicht mehr vorstellen, dass ich so leben konnte, als Mann.