Aus einer tiefen Ungewissheit.

Aus einer tiefen Ungewissheit.

Abends stehe ich vor dem Fenster und blicke in die Nacht. Ich sehe wie kleine Lichter begleitet von einem feuchten Rauschen einer unsichtbaren Linie folgen. Alles in mir sammelt sich jetzt um diesen Punkt, den ich darstelle. Als wäre ich ein Zentrum, als könnte ich meine Hände erheben und in den Himmel rufen. Einen Schrei ausstoßen! Doch der Nebel lähmt meine Lust. Ich fühle mich geborgen in mir. Dann gehe ich zum Regal und meine Hand umgreift ein Gefäß. Ich spüre sein Gewicht, trage es zurück zum Fenster. Meine Hüfte führt eine lustvolle Bewegung aus und dann stehe ich im Zentrum meines Seins, das mich umhüllt.

Sprachlos starre ich in die Nacht. Die Lichter folgen einer unsichtbaren Linie. Eine Insel, die von Wasser umspült in mir zu liegen kommt. Ihr begegne ich immer wieder. Ohne von der Reise in Kenntnis gesetzt zu werden, umfassen mich sanfte Hände. Unentrinnbar ist dieser Verlauf. Ich spüre meine Ergebenheit. Die eine Verknüpfung meines Körpers an die Zeit herbeiführt, gerade jetzt. Möcht ich fliegen. Doch ich betrachte die fließenden Lichter, begleitet von einem unheimlichen Rauschen.

Keiner in der Nähe. Keiner, der mich zu wissen weiß, der den Ort meiner Kenntnis teilt. Ich allein bin das Auge eines Rätsels. Und wirklich niemals, niemals wird dieses Rätsel gelöst. Heerscharen von Menschen und Kriegen werden mir folgen. All mein Tun wird untergehen, meine Geschichte zerteilt, zu einem Tropfen entwirkt.

Ich stehe und werde müde. Meine Tage wandern mit unheimlicher Gewalt, heran.

 

 

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