Transfrau im bayerischen Parlament

Markus Ganserer von den Grünen heißt jetzt Tessa Ganserer und ist Deutschlands erste Transidente Frau in einem Landesparlament

Die bayerischen Grünen haben jetzt eine Frau mehr in ihren Reihen. Frau Abgeordnete Ganserer werden die konservativen christlichen Parteien sie nun nennen. 

Seit 10 Jahren weiss sie, dass sie kein Mann ist. Vor 8 Jahren hatte sie ein Schlüsselerlebnis. Das war als sie ein blaues Kleid ihrer Ehefrau anzog. 

„Ich habe mir das nicht ausgesucht“ erklärt sie den Journalisten. Gestern wurde sie interviewt, weil sie das Geheimnis nicht länger für sich behalten kann. 

Sie ist Anfang 40 Abgeordnete im konservativsten Bundesland Deutschlands, ein Land in dem die CSU seit Jahrzehnten mit der absoluten Mehrheit die Politik gestaltet hatte.

Doch fortschrittliche Parteien, besonders im gesellschaftlichen Bereich kommen bei den Wahlen immer besser an. Das Land wird bunter. 

Tessas großes Ziel ist das Verfahren zur Vornamens- und Personenstandsänderung zu reformieren. Die teuren selbst zu tragenden Gebühren für die psychiatrischen Gutachten widersprechen dem Gleichheitsgedanken und den Grundrechten. „Wer soll besser wissen wer ich bin als ich selbst“, sagt sie.

Dafür brauchen wir kein teures Gerichtsverfahren (Verenas  letzte Reise als offizieller Mann zur Anhörung in Sachen Transidentität).

Österreich ist hier schon fortschrittlicher. Für die Vornamens- und Personenstandsänderung braucht es einen Antrag für das Standesamt und eine Diagnose bzw. ein Gutachten eines Psychologen. Ich selbst musste 2 Gutachten à 800 € zahlen, obwohl ich schon das psychatrische Gutachten für die GaOp hatte. Aber das Gericht wollte, dass ich mein letztes Geld ausgebe fur etwas was ich schon hatte. Auslandsgutachten seien eine hoheitsrechtliche Verletzung Österreichs, wenn das Amtsgericht München die vier Diagnosen und Gutachten aus Österreich anerkennen würde. Wie ich finde eine Ausrede.

Auch drückt sich Bayern immer noch um einen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, als einziges Bundesland Deutschlands. 

Quelle (Text und Beitragsbild): Der Standard

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